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1-Millionen-Dorf Guilin

Heute ging der Zug mal eine Stunde später als sonst (10:30), sodass ich dachte, ich hätte dadurch eeeewig Zeit und "beinah" zu spät gekommen bin. Das lag bestimmt nur daran, dass ich zehn Minuten warten musste bis warmes Wasser aus der Dusche kam und ich dann natürlich viel länger unter der Dusche bleiben musste, weil mir während des Wartens so kalt geworden war (die Tür geht direkt nach außen)!!! Jedenfalls bin ich dann mal eben wieder 6,5 Stunden Zug gefahren und in Chengduxi ausgesteigen. Leider war das nicht der Bahnhof, von dem ich dachte, dass er es wäre, sodass ich absolut nicht wusste mit welcher Buslinie ich jetzt zu meinem Hostel komme. Ich finde es hier sowieso immer extrem schwierig beziehungsweise unmöglich mich zuerechtzufinden, wenn es kein Metro-System gibt, denn die Bushaltestellen und -namen stehen immer ausschließlich in chinesisch dran und die Busrouten und -stops lassen sich auch mit englischen Namen online nicht finden und chinesisch verstehe ich leider so schlecht... Jedenfalls haben mir die netten Mitarbeiter vom Hostel sehr schnell geantwortet und ausgeholfen, sodass ich dennoch zum Hostel gefunden habe. Scheinbar gibt es im südlichen Teil Chinas immer noch keine Frauen in Hostels, sodass ich mal wieder das ganze Zimmer für mich alleine habe... auch nicht schlecht. Aus der Mückenplage in Xi'an habe ich sogar gelernt und extra ein Hostel mit FLiegengitter und Klimaanlage gebucht... aber das bringt natürlich auch nichts, wenn die Mücken schon im Zimmer sind!! Nach der Mückenjagd (ja, ich als Veganer töte Mücken, weil Mücken sind keine Tiere sondern Monster!!!) bin ich dann in die Lobby gegangen und habe versucht zu kommunizieren, dass ich den Fried Rice gerne ohne Ei hätte, das hat sogar geklappt und ich habe sogar noch ein kostenloses Reisporridge mit Süßkartoffel bekommen (an dieser Stelle wäre es vermutlich gut anzumerken, dass das hier nur 3€/Nacht kostet). Witzigerweise sind die zwei anderen westlichen Gäste hier aus Österreich, sprechen also auch deutsch, sind super nett und to-talk-to. Wir wurden dann noch von einem Chinesen belagert, der um jeden Preis Englisch lernen möchte und uns nahezu vier Stunden vollgequatscht hat (bzw. mit sich selbst)... später kam dann noch eine ältere Dame, die im Hostel aushilft, die ebenfalls ihr Englisch verbessern wollte und immer fleißig mit Google Übersetzer mitübersetzt hat. So saß unser zusammengewürfelter Haufen also bis 1 Uhr in der Lobby bis es für mich ab ins Bett ging (nachdem ich beinah beim planen der nächsten Tage eingeschlafen bin).

 

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