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Zurück in die Freiheit

Nach einem weiteren morgendlichen Abenteuer auf geheimer Mission, habe ich mir einen teuren (ab dadurch nicht besseren) Bubble Tea gegönnt und meine Lunchbox beim All-You-Can-Eat-Buffet gefüllt (juhu gar kein Müll). Dann bin ich bepackt zum Bahnhof gefahren & habe gehofft, dass 1) noch nicht alle Züge nach Hong Kong ausgebucht sind und 2) dass das Ticket auch wirklich exakt 215¥, weil nach meiner Rechnung hätte ich so noch exakt 2,40¥ übrig. Glücklicherweise hat beides geklappt und ich habe mich auf meine letzte Zugreise in China gemacht. Die war kürzer denn je (1h) und als ich in Hong Kong ankam, dachte ich für einen Moment, ich wäre am Flughafen, mit Grenzkontrolle usw. Jedenfalls hat dann bei der dritten Bank auch das Geld abheben geklappt... Die Hong Kong Dollar haben nahezu den gleichen Kurs (50ct Differenz) wie chinesische Yuan - sie sind aber viel viel schöner. Während das Geld in China noch aus den 80ern war und noch schlimmer aussah, sind die Scheine hier wunderschön. Googlet das Mal sonst versteht ihr gar nicht, warum ich plötzlich Geldscheine schön finde! Jedenfalls war mein Hostel sehr nah am Bahnhof (das ist echt was Neues, denn normalweise sind die High Speed Rail Bahnhöfe am Arsch der Welt, aber vielleicht gibt's das hier einfach nicht) und ich hab's dann sogar fast selbst gefunden, leider gab es nämlich kein Schild außen am Gebäude und dann fahren hier die Aufzüge auch nur in jedes zweite Stockwerk lol. Es ist aber total schön, vor allem wenn man bedenkt, dass Hongkong grundsätzlich eher für sehr beengte und dreckige Unterkünfte bekannt ist. Meine "Mitbewohner" sind auch total nett, wir haben uns noch so angeregt über China unterhalten, dass ich zum Treffen mit den Österreichern spät gekommen bin. Oh und der eine aus meinem Zimmer hat mir einfach eine SIM-Karte für Vietnam überlassen mit unlimited Internet für noch eine Woche!! Jedenfalls habe ich dann wieder meine zwei Freunde getroffen (als wir uns dann gefunden hatten auf dem old school Weg mit vereinbarten Treffpunkt und Uhrzeit). Habe ich eigentlich schon gesagt, dass ich in Hongkong in einer Stunde mehr nicht-Chinesen getroffen habe als in vier Wochen China? Und man hört tatsächlich überall Englisch und als ich dann noch Pret a manger und Tesco gesehen habe, dachte ich, ich wäre jetzt wirklich in der UK gelandet. Wir haben uns dann aber gefunden und sind mit der Fähre (zurück) auf die andere Seite und dann zum Kowloon Walled City Park gefahren und anschließend zur Temple Street. Dort waren wieder kleine Stände, die alles Mögliche verkauft haben. Wir sind dann in eine echt sketchy indische "Festung" gegangen und haben dort gegessen und es sogar geschafft, ohne Uhr oder maßgeschneiderten Anzug wieder heraus zu kommen! Jedenfalls bin ich dann wieder ins Hostel gegangen und habe mich noch mit meinem anderen Mitbewohner unterhalten und geschaut, was man in Hong Kong denn alles so machen kann. Es ist so unglaublich toll, wieder ohne VPN das Internet benutzen und auch am Laptop einfach wieder Sachen nachschauen zu können! WOW.

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