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Wie der Anfang so das Ende

Und mal wieder hat der Wecker viel zu früh geklingelt (vor allem, wenn man die Nacht zuvor im Schlafbus verbracht hat)... 5:15 Uhr… um ca. 5:45 Uhr beginnt nämlich der morgendliche Almosengang der Mönche Luang Prabangs. Vor / Bei Sonnenaufgang laufen sie vom Tempel aus die Hauptstraße entlang und bekommen von den Einwohnern (und heute leider größtenteils Touristen(gruppen)) Klebereis in ihr Gefäß. Das ist ja eigentlich eine schöne und alte Tradition, aber durch Touristen wird es ziemlich kaputt gemacht. Zum einen hat es ein bisschen Zoo-Feeling, wenn Mönche von Ausländern (oder sagen wir lieber Nicht-Buddhisten) quasi gefüttert und dabei fotografiert werden. Außerdem ist der der Klebereis, der den Touristen an der Straße verkauft wird, damit sie an der Zeremonie teilhaben können, oftmals nicht sauber und kann den Mönchen daher tatsächlich gesundheitlich schaden. Und zu guter Letzt bekommen die Mönche dadurch viel zu viel Reis, den sie dann alle 40-50m in Mülleimer werfen. Ein ganz schön traditionelles Spektakel, oder? Eine Erfahrung war es aber trotzdem. Da wir ja schon wach waren, wollten wir auch gleich den Sonnenaufgang anschauen (so viele Sonnenauf-/untergänge wie hier in Laos habe ich glaube noch nirgendwo gesehen lolol) und sind dafür wieder mit der Fähre auf die andere Seite getuckert. Da der Sonnenaufgang aber ungefähr so schön war wie der gestrige Sonnenuntergang, sind wir wieder zurück ins Hostel gefahren, haben das Angebot des gratis Frühstücks angenommen (das ebenfalls viel frisches Obst beinhaltete!!), geduscht, Wäsche abgeholt, gepackt und anschließend Mopeds für heute Mittag und den Bus nach Thailand (Chiang Rai) für heute Abend gebucht. Mit den Mopeds sind wir dann zu den wunderschönen Kuang Si Wasserfällen gefahren. Diese waren in einem Park, in dem auch eine Auffangstation für Bären aus Gefangenschaft war. Die Wasserfälle bzw. der Wasserfall und die vielen kleinen Stufen waren tatsächlich sehr ansehnlich mit türkisblauem Wasser und mitten im Urwald. Einzig das Hochlaufen zur "Quelle" des großen Wasserfalls hat sich nicht gelohnt, denn gesehen hat man dort nichts und das Runtergehen hatte staubig-rutschiges Kowloon-Peak-Feeling! Kurz danach haben wir uns auch schon wieder auf den 30km weiten Rückweg begeben. Die Straßen waren viel viel besser als erwartet, abgesehen von den Schlaglöchern, von denen eines ordentlich die Feder unseres Mopeds getestet hat. Und so endet der letzte Tag in Laos genau wie der erste begonnen hatte: Mit einem Ausflug zum Wasserfall. Zurück in Luang Prabang haben wir noch eine halbe Stadtrundfahrt entgegen der Einbahnstraße und eine ganze in die richtige Richtung gemacht, die Mopeds abgegeben und an einem Straßenstand gegessen und einen letztes Obstshake getrunken. Da noch eine Stunde Zeit war bis zum Pick Up haben wir noch eine grottenschlechte Partie Billiard gespielte, bei der uns ein Typ komischerweise die ganze Zeit beobachtet hat. Als wir dann das zweite Spiel spielen wollten, meinte der Rezeptionist, dass der Typ unser Pick Up sei!!! Hahaha wieso hat denn niemand was gesagt?! Jedenfalls sind wir dann mit dem Songthaew zum Busbahnhof gefahren und haben uns auf die letzte Nachtbusfahrt begeben. Das Bett im Bus war noch kleiner als das vorige... ca 1,65m lang und vielleicht 80-90cm breit… für zwei Personen!! Aber, dass es die letzte Nachtbusfahrt war, hat es ungemein besser gemacht. Anders als in Vietnam gibt es hier keine geregelten Klo-Stops an Reststätten, sondern es wird einfach mitten im nirgendwo angehalten, wenn jemand aufs Klo muss. Lol. Morgens früh kommen wir dann an die thailändische Grenze, für 240km Luftlinie braucht man mit dem Bus durch die Serpentinen nämlich 12 Stunden! Immerhin haben wir diesmal einen Fahrer, der nicht vollkommen verrückt überholt und generell rast, aber das wäre bei der Strecke wohl auch wirklich unmöglich! Bis morgen.


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