... Japan

dislike:

- Fehlende Englischkenntnisse. Das Stereotyp hat sich bewahrheitet, egal ob alt oder jung, Englisch ist Rarität.

- Plastik. Alles ist doppelt und dreifach verpackt. Die Convenienceprodukte sowieso, aber wozu Obst & Gemüse verpacken?

- Ständiges Freundlichsein. Was für mich im Urlaub super angenehm ist, versucht vermutlich häufig mental health Probleme bei den Japanern.

 

neutral:

- Schlürfen und Nase hochziehen. Natürlich fällt es mir eher negativ auf, aber da bin ich einfach anders sozialisiert. Dafür fänden es Japaner vermutlich ungewöhnlich, dass wir uns in der Öffentlichkeit die Nase putzen.

- Matching Couples. Viele Paare und sogar Familien haben oftmals ähnliche Outfits (Muster, Schuhe, Oberteile, manchmal ganze Outfits), ziemlich witzig.

 

like:

- Pünktliche Züge. Nicht ein einziges Mal war ein Zug zu spät, hat gefehlt, war in geänderter Wagenreihung oder ohne mein Abteil. Außerdem fahren sie auch häufiger.

- Restaurants. Sie sind nicht allzu teuer, sehr schnell (nach spätestens 15 Minuten kam das Essen), es gibt immer Leitungswasser und Trinkgeld ist schon inbegriffen.

- Respekt. Egal, ob in der U-Bahn oder auf der Straße, fast alle verhalten sich sowohl sehr respektvoll gegenüber ihren Mitmenschen und respektieren Regeln wie das Warten bei roter Ampel oder Schlangestehen beim Einsteigen.

- Sicherheit. Sowohl nachts auf der Straße, an Bahnhöfen oder in Menschenmengen, nie hat man das Gefühl bedrängt oder beklaut zu werden. Nicht umsonst gehört Japan zu den zehn sichersten Ländern der Welt.

- Vielseitigkeit. Berge im Norden, Inseln im Süden und dazwischen Städte. Sowohl das Land als auch die Städte haben sehr viele Facetten.

- Kapselhotels. So ein bisschen Privatsphäre ist schon ganz netf

... China

dislike:

- Zensur. Auch wenn Politik überhaupt keine Relevanz im Alltag hat, das Internet ist zensiert und die eigene Meinung sollte man auch nicht überall äußern. Ohne bestimmte Programme waren Play Store, WhatsApp, YouTube, Maps, Google,... gesperrt. Das ist eine sehr große Einschränkung.
- Fehlende Englischkenntnisse. Wenn man nicht gerade mit ambitionierten Studenten oder Hostelangestellten spricht, war selbst das Wort 'English' an sich nicht bekannt.
- Ablehnung. Man fühlt sich als Ausländer in China objektivziert und nicht willkommen. Ständig werden Fotos und Videos von / mit einem gemacht, und dennoch fühlt man sich oftmals nicht erwünscht.
- Anstarren. Man wird wirklich ständig schamlos angestarrt, egal ob aus der Ferne, vom Zugsitz neben dir oder am Tisch im Restaurant.
- Spucken. Ja, es wird auf die Straße (oder auch mal in Gebäuden) auf den Boden gespuckt. Das ekliges daran ist aber das Geräusch des Hochziehens zuvor.
- Lautstärke. Chinesen schreien sich grundsätzlich immer an und wozu sollte man in der U-Bahn oder im Zug Kopfhörer tragen, wenn auch einfach jeder Handy-Videos laut anschauen kann?
- Smog. So extrem wie bei uns in den Medien gezeigt war der Smog quasi nie, aber er ist auch an guten Tag im ganzen Land sichtbar und macht die Welt grau.
- Toiletten. Dazu sage ich nur zwei Sachen: 1. Sitztoiletten sind hier noch nicht angekommen und 2. Ich war schon zufrieden, wenn kein Haufen drin lag.
- Drängeln. Wozu sollte man die Menschen auch erst aussteigen lassen bevor man sich reinquetscht und die Tür blockiert? Sogar auf dem Klo (wenn alle Toiletten besetzt sind) wird sich vorgedrängelt und auf die erste freie Kabine gestürzt.
- Tischmanieren. Also ich würde nicht hinterher putzen wollen, der ganze Tisch ist voller Essen.

 

neutral:

- Englisch üben. Zwar war sehr nervig als "Gesprächspartner" zur Anwendung des sehr begrenzten Englischwortschatzes benutzt zu werden, aber es hat mich dennoch gefreut, dass sie so sehen, dass Englisch doch sinnvoll ist.
- Tourismus. Zwar gibt es natürlich sehr viele Inlandstouristen (im November verhältnismäßig sehr wenige), aber denen kann man recht gut aus dem Weg gehen: Sie sind mit Touren unterwegs, sprich vor 8-9 Uhr morgens sind sie sowieso nicht unterwegs und aufgrund der begrenzten Urlaubstage  konzentriert sich der Tourismus auf die absoluten Highlights, dh. sobald es irgendwo einen Umweg gibt, hat man eigentlich seine Ruhe.

 

like:

- Preis. Abgesehen von den Schnellzügen ist China sehr sehr günstig. U-Bahnen kostet überall nur zwischen 0,25-0,80€ pro Strecke, Essen im Restaurant 3-6€, Hostels 3-10€ pro Nacht. Die Obergrenze der Preise in Shanghai und Peking, die Untergrenze in West-/Südchina.
- Schnellzüge. Absolut pünktlich, aufgrund der tausend Sicherheitskontrollen kann nicht im falschen Zug landen, gemessen an der Leistung relativ preiswert.
- Essen. Das Essen ist nicht nur günstig, sondern auch sehr lecker und gerade in den buddhistischen Buffets gibt es auch eine riesige Auswahl. Allerdings sehr fettig.
- Street food. Es gibt in jeder Stadt irgendwo preiswertes Street food.
- Bubble Tea. Dazu muss ich wohl nichts mehr sagen, oder?
- Nebensaison. Niedrigere Eintrittspreise, keine Schlangen, leere Hostels.
- Mülltrennung. Ich dachte immer die Deutschen würden es ein bisschen übertreiben mit der Mülltrennung, aber auch in China gibt es vier verschiedene Mülleimer (die Gesellschaft ist aber noch nicht so weit diese auch richtig zu verwenden).
- Saubere Straßen. Überall gibt es Straßenkehrer und Mülleimer, sodass die Straßen (in den Gegenden, die gut aussehen sollen) extrem sauber sind.
- Hilfsbereitschaft. Wenn man die Chinesen einzeln kennenlernt oder chinesisch spricht sind sie sehr hilfsbereit.
- Natur. Bei uns wird dieses riesige Land oft nur auf Peking, Shanghai, Smog und Plastik-Ramsch reduziert, aber China hat wunderschöne Landschaften: Gebirge, Karstfelsen, Seen, Parks.

... Vietnam

dislike:

- Dreck. Die Städte sind tatsächlich recht dreckig, Ratten und Kakerlaken sind sowohl in Zügen als auch ins Hostels oder Restaurants keine Seltenheit.

- Langsame Transportmittel. Nach Japan und China bin ich da natürlich verwöhnt und so 14, 17, 19 Stunden im Bus sind schon weniger angenehm als... 2... Aber man bekommt so immerhin mal wieder ein Gefühl für Entfernungen und merkt, wie toll es eigentlich ist, anderswo diese Infrastruktur zu haben.

- Abzocke. Während man in China als Tourist ja meistens ignoriert wurde, so sieht man hier eher aus wie ein wandelnder Geldbeutel. Es ist halt immer noch nicht ULTRA teuer, aber einfach nervig, wenn man die meiste Zeit nur als gehirnlose Geldquelle gesehen wird.

 

neutral:

- Tourismus. Egal, wo man ist, überall sind Touristen, die Städte sind an jeder Ecke für Touristen umgebaut worden und jeder sieht dich als laufenden Geldbeutel. Andererseits hat man dadurch natürlich auch eine gewisse Infrastruktur und Sicherheit gegeben.

- Schlafbusse. SO bequem sind sie jetzt nicht, aber durchaus besser als im Sitzen schlafen zu müssen.

 

like:

- Freundlichkeit. Wenn man Menschen, die einen angucken anlächelt lächeln sie zurück!

- Essen. Das Essen ist nicht so fettig wie in China, sondern eher leicht und gesünder. Außerdem gibt es eigentlich immer überall viele vegetarische Optionen. Auch wenn ich mir von Vietnam mehr erwartet habe...

- Fußball. Wer hätte gedacht, dass Vietnam so fußballbegeistert ist? Ich nicht, but I love it.

- Banh Mi. Auch wenn es nur ein coolerer Name für Baguette ist: sehr lecker, günstig und leicht nachzumachen (hoffe ich).

... Cambodia

dislike:

- Kinderarbeit. Es ist herzzerreißend den kleinen Kindern nichts abzukaufen oder zu spenden, aber nur so kann der Teufelskreis jemals unterbrochen werden.

- Zwei Währungen. US-Dollar und Riel werden gleichermaßen akzeptiert und Zahlungen können sowohl in der eine als auch in der anderen Währung oder sogar gemischt erfolgen... ganz schön verwirrend.

- Hunde. Bellende und knurrende Straßenhunde, die ihr Revier wirklich noch verteidigen sind ganz schön bedrohlich...

 

neutral:

- Preis für Angkor Wat. Lohnt sich zwar, ist aber trotzdem sehr teuer.

 

like:

- Lächelnde Menschen. Man wird zwar auch angeguckt, aber wenn man die Kambodschaner anlächelt, lachen sich herzlich zurück.

- Geschichte. Natürlich das grundsätzlich negativ, aber die Aufarbeitung ist gerade für ein Entwicklungsland wahnisinnig gut gemacht.

- Verhandeln. Zwar waren die Verkäufer an sich nicht viel weniger aufdringlich als in Vietnam, aber sie haben viel mehr Spaß verstanden und waren lustiger drauf.

- Tempel. Wunderschön und ganz anders als die chinesischen/japanischen/vietnamesischen Tempel.

- Wenig Touristen. Es war nicht so überlaufen wie Vietnam.

... Laos

dislike:

- Sleeperbusse. Sie sind von der Größe eher für Zwerge gemacht, definitiv nicht für Europäer.

- Geld. Alle Scheine sehen total gleich und mitgenommen aus, echt nervig.

 


neutral:

- Gemütlichkeit. Auch wenn es manchmal nervig war, so als Lifestyle super angenehm.



like:

- Sticky Rice. Klebereis mit Kokosmilch und Banane / Mango... ein Traum!

- Wenig Touristen. Die Touristenmassen lassen sich hier noch einfach vermeiden.

- Preise. Zusammen mit Kambodscha vermutlich das günstigste Land.

... Thailand

dislike:

- Tourismus. Thailand hat gefühlt seine ganze Kultur und Natur für den Tourismus verkauft.

- Züge. Schrecklich laut, hell und verspätet - da hätte ich mir mehr erhofft.

- pieksendes Meer. Doofe unsichtbare Quallen, au.

- Mallorcafeeling. Thailand ist so tourististisch erschlossen, dass es viele Partyurlauber hier her verschlägt.


neutral:

- Toleranz. Jegliches Verhalten von Urlaubern wird toleriert, auch wenn es eigentlich beleidigend wäre.

- Reisezeit. Wer nicht schon im voraus jeden Bus und Zug geplant haben möchte, sollte lieber außerhalb der Weihnachtsferien nach Thailand kommen.


like:

- Pad Thai und Pad See Ew. Leckerste Nudeln jemals.

- Infrastruktur. Obwohl die Preise nicht höher sind als in anderen Ländern merkt man gerade den Straßen an, dass Thailand vieeel mehr Geld hat.

- Vielseitigkeit. Dschungel & Tempel im Norden erinnern an Laos, die Inseln im Süden sind paradiesisch schön und erinnern an die Halongbucht in leer.

- Menschen. Die Menschen sind freundlich und verstehen / machen viel Spaß.